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Aktueller Reisebericht

Törn von Kienitz nach Freest und zurück
im Juni 2012 von Wolfgang Schüler (Reiseziel: Freest)

Vier Freunde auf Reisen
Teilnehmer: der Kapitän Wolfgang, der Schiffsjunge Bodo,
Frau Kapitän Conni und Verena
Die Fahrt beginnt am Samstag, 23.06.2012 um 9:30 Uhr in Kienitz
-Die langersehnte Reise geht endlich los-
Tag 1
Vorspann:
Wolfgang hat diese Reise seit einem Jahr geplant und vorbereitet. Seit einer Woche läuft er auf Hochtouren, um den Start am Sonnabend zu gewährleisten.
Conni muss auch dran glauben. Kuchen backen, Bouletten braten, einkaufen usw. Rieses reisen am Freitag an - mit “kleinem Gepäck”. Bodo hat die Angeln seetauglich gemacht, um den Fang unseres Lebens zu machen. Rieses schlafen noch eine Nacht in Seelow; dort läuft abends Fußball - Deutschland-Griechenland (4:2).
ABER- Jetzt ist Samstag!!!
Die Sonne lacht, Rieses sind bereits am Hafen - Schülers treffen 10 Minuten später ein.
Alles wird verladen.
Als Abschiedskommando kommen “Herr Fabian” und Renold Schulz. Sie stehen zum Abschied bereit und haben noch viele gute Ratschläge parat.
Und jetzt geht’s los!
Bodo übernimmt zuerst das Steuerrad. Herrliche Landschaften links und rechts entlang der Oder.


Gegen 11:00 Uhr haben wir die Brücke in Neu Rüdnitz passiert (ca. 22 Kilometer). Wir fahren mit etwa 15 km/h.
Der erste Kaffee ist getrunken, die erste Zigarette geraucht. Weiter geht es der Oder entlang.
Es ist 13:10 Uhr und wir haben zu Mittag gespeist - die Fahrt läuft super.
Kilometer 685 - Wir befinden uns etwa on der Höhe von Criewen
16:30 Uhr - Klützer Querfahrt bis zu Hafen (ca. 7 Kilometer) *2 , dann der Beschluss: Boot zu groß, Brücke zu klein! UMKEHR! Das kostet uns eine Stunde Zeit.
Das nächste Problem kam prompt. Die folgende Brücke hatte eine Durchfahrtshöhe von 2,96 m! Was nun? Also den Geräteträger demontieren und mit viel Kraft und Geduld fahren wir durch diese Brücke.
Das dauerte nun noch mal eine Stunde.
Es ist nun 18:30 Uhr. Wir geben Gas.
Wir sind jetzt in der Marina Pogun. Das Abendessen lockt - wir bereiten uns auf die Ankunft vor.
So, mit dem Essen im Hotel “Marina Marco” hat es nicht geklappt. Reiche polnische Bürger haben Hochzeit gefeiert.
Wir gucken in die Röhre und packen uns den Tisch mit dem Mitgebrachtem voll. Es schmeckt uns sehr gut. Frische Luft macht eben hungrig.
Wolfgang klärt noch alles mit Hafenmeister. 13,00 Euro kostet es erstmal. Wolfgang zahlt. Den Abend lassen wir mit je zwei Pina Colada ausklingen.
23:30 Uhr: wir sind alle sehr platt und kaputt und räumen unsere Betten frei und fallen todmüde um. Zehn Minuten später liegen wir alle im Tiefschlaf.
Tag 2 - Sonntag 24. Juni - 8:00 Uhr
Rieses stehen auf. Die Nacht haben wir wunderbar geschlafen. Auf dem Schiff ist Ruhe.
Ja, weil Schülers sitzen beide auf der Plattform und bewachen unseren Schlaf. Aber jetzt geht es los. (2,00 Euro Strom nachgezahlt)
Alle anziehen, waschen, Toilette usw. -Frühstück essen.
Wir haben schließlich einen Plan, und der sagt: Abfahrt um 9:00 Uhr! Aber, es wird 10:00 Uhr. Nun aber los!
10:40 Uhr - wir sind auf der “Dammchen See”. Die Sonne brennt. Ziel ist die Fahrt bis “Ziegenort”, dann wollen wir das Haff überqueren und nach “Swinemünde”. Mal sehen wie es läuft.
15:10 Uhr wir überqueren den “Kaiserkanal”.
Zwei Containerschiffe sind gerade an uns vorbei gefahren. Hier gibt’s schon einige größere Pötte und Fähren zu sehen.
Wir haben nun auch Mittag gegessen. Es gab Kartoffelsuppe. Anschließend Kaffee und Kuchen.
Wie weit wir heute noch fahren, steht in den Sternen. Es kommt auf die Wind- und Wetterbedingungen an. SWINEMÜNDE- WIR KOMMEN!!!
Jaaaa... Dachten wir zumindest.
17:30 Uhr: ES ist passiert! Der Motor ist aus! Oh, Gott! Erste Idee: der Tank ist leer. Nein, der Filter, ja- was ist das?
Der Regen nimmt zu. Das Boot schaukelt sich schon sehr auf. Conni und Verena nehmen die 1. Reisetablette. Conni ist aschfahl. Verena kräht rum: “Mir passiert schon nix..!” Aber..aber!
Wolfgang ruft den “Pannendienst” an(SAR).
Am anderen Ende der Leitung ist man sehr ungehalten. Aber nach der Übermittlung aller notwendigen Daten, die Aussage: “Ja, wir werden sehen. Es wird jemand kommen.”
So schaukeln wir mit unserm Boot. Und wir warten... Suchend blicken wir uns um. Endlich! Ein Licht am Horizont. Es kommt auch näher. Rettung naht.
Wolfgang hatte vorher den Anker geworfen - auf Anweisung.
Kurze Besprechung der Problematik und die Rettungsleine geworfen - und ab geht es!
Verena wurde es von jetzt auf gleich so kotzübel, dass Sie am Abend noch gekotzt hat. Jetzt ist ihr wohler.
Bodo kommt rein und verkündet: “Wenn wir angekommen sind, trinken wir erstmal einen Whisky!”
Verena kommt’s gleich wieder hoch.
Wolfgang und Bodo leiten alle Maßnahmen ein und los geht es. Mit circa 10 km/h fahren wir über die Zinnowitzbank, Peenemünder Hafen.
20:08 Uhr: Ruden ist in Sicht - Ja, die Zeit vergeht.
Hasi (Bodo) geht mal eben eine rauchen.
Conni liegt flach - der Kreislauf ist nicht auf der Höhe. Aber der Whisky kommt noch.
20:30 Uhr:
Wir werden an ein anderes Boot der SAR übergeben und hängen jetzt wieder an einem anderen Seil. Weiter geht es. Wir wissen noch nicht, wohin wir geschleppt werden, aber ist auch egal! Hauptsache in einen sicheren Hafen.

22:20 Uhr: Ankunft in Freest
Wir werden vom halben Dorf erwartet. Alles staunt und guckt. Man hilft uns, ordentlich anzulegen.
Der Rettungsdienst hat hier seinen Heimathafen. Der Chef verabschiedet uns erstmal für die Nacht. Morgen werden die Notwendigkeiten besprochen.
Abendbrot ist fast ausgefallen. Der Appetit war nicht so groß. Also geht es mit dem angekündigten Whiskey los. Wölfchen und Bodo gönnen sich ein Gläschen. Der Fernseher wird eingeschalten und im Ersten läuft Fußball: England vs. Italien. Es steht in der Verlängerung 0 : 0. Es steht ein Elf-Meter-Schiessen an. Wir hoffen ja, dass England es schafft. Aber die Engländer sind keine guten Schützen, wie die Fachleute wissen. Es kommt wie es kommt: Die Italiener schießen sich ins Halbfinale. Sie werden unsere Gegner.
Die Jungs machen noch eine Dorferkundungsrunde. Die Mädels gehen schlafen. Gute Nacht.
Nachtrag: Wölfchen wird vom Chef der SAR für seine perfekte Zusammenarbeit gelobt. Das haben sie nicht oft, so sachkundige Leute. Hänschen
strahlt.
25.06.2012; 07:30 Uhr Tag 3 Montag
Wölfchen kann nicht mehr schlafen. Er geht schon spazieren. Wir können noch ein bisschen schnuppeln. Danach erwacht Conni. Sie räumt auf, wäscht ab und deckt den Tisch. Ganz langsam erwachen wir auch - gegen 08:45 Uhr.
Bodo und Wölfchen gehen in den Edeka und holen frischen Räucherfisch. Außerdem kaufen sie noch zwei Tassen, denn gestern bei dem Sturm auf See - Windstärke 5 - dachten wir, sind die Tassen umgefallen und sind futsch.
Das Frühstück ist königlich. Uns schmeckt es wieder. Alles wird gut!
Unsere Nachbarkapitäne sind sehr besorgt wegen unseres Problems. Sie fragen nach und wollen alle helfen. Jetzt geht es los. Zu fünft gehen sie ans Werk. Wir Frauen sind zuversichtlich.
Auf dem Meer ist heute Windstärke 8 und schlecht Wetter angesagt. Wir bleiben im Hafen und entspannen. Es donnert und schüttet. Die Arbeit ist abschlossen. Die Spritleitung ist wieder freigeblasen. Bodo muss mit dem Kanister losgehen und Diesel holen während es regnet. Bodo kommt aber gutgelaunt zurück, bezahlen konnte er aber nicht, weil die kein Wechselgeld hatten. Wir müssen aber noch mal hin, um den Tank vollzumachen.
Wir haben entschieden, dass es jetzt Mittagszeit ist und wir Hunger haben. Es gibt Pellkartoffeln mit Quark. Conni rotiert in der Kombüse.
13:45 Uhr, Freester Zeit
Nach kurzer Verdauungspause haben wir beschlossen, uns ein Stündchen aufs Ohr zu legen. Gesagt, getan: tiefe Stille auf dem Boot. Wind und Regen ziehen über uns hinweg. Conni muss noch üben. Nach 30 Minuten ist sie fertig mit der Mittagsruhe und steht auf. Rieses schaffen es, bis 17:30 Uhr zu schlafen.
Bodo und Wolfgang haben früh beim Einkaufen noch etwas entdeckt: Eine Gasstätte mit Eis- und Kuchenangebot. Also los! Der Kneiper ist gut drauf, wir dürfen drinnen rauchen. Er bietet uns Torte zum Nulltarif an. Wir schlagen uns die Bäuche voll mit Eisbechern und Torte und Kaffee. Der Kneiper erzählt uns etwas über seinen präparierten Amur-Karpfen. Irgendwann müssen wir los. Der Bauch ist voll. Auf dem Boot angekommen, machen wir es uns gemütlich. Für die Herren ein Glas Cola- Whiskey, für die Damen gibt es Holunder-Sekt.
21:00 Uhr
Wölfchen macht ein paar Stullen. Dann wird noch ein Glas Gurken aufgemacht. Der Abend schleicht sich so dahin. Gegen 23:00 Uhr verabschieden wir uns von einander. Gute Nacht John-Boy, gute Nacht Elisabeth.
26.06.2012 Dienstag Tag 4
Der neue Tag beginnt.
08:00 Uhr
Ganz langsam werden wir wach. Rieses duschen, Schülers stehen auch auf und bringen die Kaffeemaschine in Gang. Bodo und Wölfchen holen frische Brötchen und frischen Fisch. Das Frühstück ist wieder königlich. Wir schlagen uns die Bäuche voll.
Der Plan sieht vor, dass wir noch am Vormittag abreisen. Bodo hat den Wassertank noch mit 60 l gefüllt. Wir bereiten uns vor. Jetzt warten wir auf den Hafenmeister, um unser wohl verdientes Geld abzugeben. Aber der gute Mann ist sicher schon zum Mittagessen. Dann haben wir 10,00 EUR Liegegebühr bezahlt. (7,00 EUR wollte er nur haben.)
Wir haben 155 l getankt und reisen nun, um 12:45 Uhr, in Richtung Wolgast ab. Mal sehen, was dieser Tag uns bringt.
16:30 Uhr
Es kommt immer anders, als man denkt.
Irgendwann am Nachmittag fällt die Bordelektronik teilweise aus. Eine Sicherung ist durch. Auch der Laptop fällt aus.
Große Frage: Wo sind wir, wo wollen wir hin? - Jamitzower-Hard. Für Leute, die sich auskennen. Wölfchen tut, was er kann.
Trotz Windstärke 6 und höheren Wellen stellt Conni das Essen auf den Herd. Die Belegschaft hat Hunger. Wir müssen alles festhalten. Es gibt Paprikaschoten und Brot. Wir haben alle aufgegessen.
Wir ändern den Kurs und fahren gegen den Wind. Die Wellen plätschern hoch, der Scheibenwischer bricht ab. Und es regnet. Die Jungs haben Probleme bei der Orientierung. Der Rechner geht wieder, aber der Scheibenwischer fehlt.
16:45 Uhr
Hänschen wird angerufen: Bambus ist am anderen Ende der Leitung. Er will wissen, wie es läuft. Wir, also Wolfgang, bestätigt, dass alles gut ist. Bernd erzählt noch, dass Bücki’s Bötchen in der Nacht geklaut wurde. Das war nicht das erste Mal, dass in Kienitz geklaut wurde.
So, jetzt wird’s gefährlich: Die Fahrrinne ist sehr flach und um 16:45 Uhr gibt es eine kurze Grundberührung. Alles geht glimpflich ab; kein Schaden ist entstanden. Wolfgang hat und Aufbietung all seiner Kräfte den Scheibenwischer wieder montiert. Alles wird gut.
17:05 Uhr
Wir durchqueren die Brücke zum Stettiner Haff. Auf geht’s!
18:30 Uhr
Ankunft im Hafen Mönkebude.
Wir haben 30 l Diesel aus dem Kanister nachgetankt. Wir hatten Wellen von 1,50 m bis 1,80 m und Windstärke 6. Verena hat für ca. zwei Stunden das Steuer übernommen. Wolfgang hat uns alle angemeldet und alles Notwendige bezahlt (15,00 EUR). Wir waren dann Abends essen. Schülers haben das Bauernfrühstück getestet, Bodo Rippchen, Verena Steak und Pommes. Wir waren super-satt. Zur Nacht haben wir noch einen Whiskey und einen Kurzen getrunken. Die Damen sind müde, die Herren tagen etwas länger.
Gute Nacht, das Sandmännchen grüßt.


Mittwoch, 27.06.2012, Tag 5
Guten Morgen, die Sonne grüßt.
Conni war wieder die Erste (07:30 Uhr), Wölfchen kam gleich danach, Rieses schlafen bis 08:30 Uhr. Conni hat den Tisch schon gedeckt. Sie war schon mit der Morgentoilette fertig. Rieses und Wölfchen trödeln und dürfen sich an den gedeckten Tisch setzen. Die Brötchen wurden geliefert. Alles perfekt.
Anschließend Wanderung ins Dorf Mönkebude. Wir suchen einen Supermarkt. Alles findet sich.
12:15 Uhr
Startklar machen! Es geht los Richtig Stettin.
16:02 Uhr
Stettiner Haff, 4 Km vor Ziegenort. Die Fahrt bis hierher war entspannend. Wir haben auf der Fahrt Kaffee getrunken, Melone gegessen, eine geraucht. Alles ist gut. Aber die Sonne ist fort. Naja, wir fahren Richtung Polen.
16:47 Uhr, 17°C Wassertemperatur, die Kabine hat 22,3°C, 5 Km hinter Ziegenort Der Kuchen ist gegessen; ein großer Frachter ist an uns vorbeigezogen.

18:45 Uhr
Wir sind mitten auf dem Dammschen See. Anfangs war er glatt wie ein Spiegel, jetzt kommen kleine Wellen auf. Wölfchen hat seit dem Mittag das Boot gesteuert, jetzt hat er an Bodo übergeben. Er wird uns in die Marina Pogon schippern.
19:15 Uhr
Wir verlassen den Dammschen See. Wir haben insgesamt 7 Stunden gebraucht von Mönkebude bis Stettin, das sind ca. 70 Km. Jetzt sind wir im Yachthafen Marina Pogon angekommen. Als wir anlegen wollten, hat uns der Hafenmeister erklärt, dass wir weiter vorne anlegen müssen. Dieser Platz sei reserviert. Nun gut, auch das haben wir geschafft. Noch Strom ran und dann geht’s zum Essen in die Gaststätte, wo am letzten Samstag geheiratet wurde. Es gab zwei mal Kabeljau, zwei mal Schweinelende, zwei Mal Salat und zwei mal Suppe. Es hat wirklich gut geschmeckt. Die Jungs hätten noch einen Nachschlag geschafft. Bezahlt haben wir dafür 20,00 EUR, 15,00 EUR wollte sie haben. 5,00 EUR haben wir Staub gegeben. Wir sind dann aber flink losgegangen. Abends auf dem Boot noch einen Absacker und die Damen gehen schlafen. Die Jungs sitzen noch und schnattern. Ein Biber umkreist das Boot. So, jetzt ist Nachtruhe. Gute Nacht!
Donnerstag, 28.06.2012, Tag 6
Guten Morgen!
In der Marina wird schon gearbeitet. Verena wird von Traktorengeräuschen geweckt. Bodo wird langsam auch wach. Es ist etwa 08:00 Uhr. So nach und nach kommen wir wieder alle zusammen. Nach der Morgentoilette sitzen wir alle brav am Tisch und essen frisch aufgebackene Brötchen mit Fisch, Wurst, Tomate, Gurke und Marmelade. Es ist alles da. Der Kaffee wird mit einer Tassimo von Bosch gekocht. Schmeckt toll! Wir räumen noch auf. Bodo hängt die Stippe kurz rein und dann geht
es zum Stettiner Hafen. (11:00 Uhr)
Die Hafenrundfahrt war schon sehr beeindruckend. Von alter gammeliger Substanz bis zu schick, neu und edel. Auch einen Kreuzfahrtdampfer haben wir einlaufen sehen, “Amadea”. Gegen 14:00 Uhr waren wir zurück. Dann starteten wir die Vorbereitungen zum ersten Grillen. Das Wetter wurde von Stunde zu Stunde schöner. Toll! Das Grillen klappt gut. Wir erfragen noch, wo wir den Grill hinstellen dürfen. Dann: Feuer frei!
Fleisch und Wust, Bier uns Sekt: Was will der Urlauber mehr? Nach dem Essen verabschieden sich Rieses auf ein Mittagschläfchen. Schülers bewachen wieder einmal unseren Schlaf.
18:00 Uhr
Allgemeines Erwachen.
Conni macht uns leckeren Kaffee. Bodo hängt die Angel ins Wasser. Hänschen hat während des Mittagschlafs geangelt. 6 Fischchen. Drei davon wurden an die hier wohnenden Katzen verfuttert. Die anderen wurden wieder ins Wasser geschmissen. Wir angeln noch weiter. Bodo blinkert, Verena mit der Stippe. Verena fängt einen
kleinen Fisch. Bodo übt nur das Werfen. Gegen 20:00 Uhr ist das Angeln beendet.
Nachtrag:
Am Vormittag habe ich noch drei E-Mails verschickt. Wölfchen hat hier über W-Lan Internet. Cordula bekommt eine Nachricht, dass es uns allen gut geht. Bambus hat uns während unserer Hafenrundfahrt auch angerufen. Er ist sehr besorgt um unser Wohlergehen. Heute ist Fußball: Deutschland vs. Italien. Wölfchen und Bodo haben die SAT-Schüssel aufgestellt, denn wir sind ja in Polen. Das Spiel läuft jetzt.
20:50 Uhr (0:0)
Wölfchen macht uns eine Pina Colada und die Männer bekommen Cola-Whiskey. Wir haben ja Urlaub. Und die Sonne scheint.
Tolles Wetter - der Wetterbericht verspricht Kaiserwetter.
Toor! Italien führt 1 : 0.
Conni tippt den Endstand Wölfchen tippt
Bodo
Verena
Mal sehen, was wird.
1 : 2 (richtig)
3 : 1
1 : 1 (90. Minute) 2 : 1
Unser Plan für morgen: Wir fahren über die Westoder, Richtung Kienitz über Schwedt und Criewen. Mal sehen, wir weit wir kommen.
So Fußball läuft immer noch. Minuten später. Es ist vorbei! Und Conni hat den Tipp ihres Lebens gemacht. 2 : 1 für Italien. Deutschland fährt nach Hause.
Jetzt wie immer noch ein wenig aufräumen und wir gehen mal wieder schlafen. Die Zeit vergeht wir im Fluge. Gute Nacht Mary-Ellen.
Freitag, 29.06.2012, Tag 7
Die Woche ist schon wieder vorbei, es ist 08:00 Uhr. Schülers sind schon wieder auf. Rieses erwachen ganz langsam. Wir alle versuchen zu duschen. Ganz kompliziert. Die Mädchendusche ist defekt. Wir duschen also alle nach einander in der einzigen Dusche, die bei den Jungs funktioniert. Und der polnische Kollege verlangt 1,50 EUR pro Person. Für diese Zustände ist das unangemessen.
Jetzt gibt’s Frühstück. Der Kaffee riecht schon von weitem, einfach köstlich. Wölfchen macht eine Ansage, wann wir starten. Und jeder weiß, was er beim Start 10:20 Uhr zu tun hat, um den Heimweg zu gewährleisten. Also los geht es: Alle an Bord und Leinen los. Die Brücke, die zu niedrig war auf dem Hinweg, müssen wir auch diesmal unterqueren. Gemeinsam läuft’s prima. Der Geräteträger muss ganz kurz demontiert werden, er ist unser höchster Punkt.
So, wir sind durch und weiter geht es.
Die Sonne knallt heute so richtig vom Himmel. Der Wind weht schon recht ordentlich. Man, ist das heiß. Alle müssen Sonnenbrillen aufsetzen und Hut tragen, sowie Sonnenmilch auftragen.
Wir fahren gegen 11:00 Uhr durch die Sydowica. Die Oder ist doch ein beeindruckender Fluss und sehr schön.
Conni und Verena sitzen in der Kabine und lesen oder schreiben, die Jungs sitzen oben steuern unser Schiffchen.
Wir haben 28,06°C in der Kabine und 13,6 m Tiefe.
Zwei Stunden später haben wir “Gryfino” hinter uns gelassen, sind bei Km 714 und fahren der ersten Schleuse entgegen. Die Jungs oben haben den Sonnenschutz (Plane) aufgeklappt. Oben sind 31°C.
14:45 Uhr
Erste Schleuse bewältigt. Es ging prima. Wölfchen hat angerufen und der Spaß begann.
15:00 Uhr
Conni brät Bratkartoffeln. Alle haben Hunger.
So, nun sind wir auch an Criewen vorbeigeschippert. Das weckt bei mir (Verena) Emotionen. Ach, was war das schön. 1976/1978 (Ausbildung). Man sieht auf der rechten Seite sehr schöne gepflegte Grundstücke. Auch der Biber wohnt hier., wie überall an der Oder.
Conni verteilt Getränke - wir trinken zu wenig.
Es ist wirklich spannend und schön diese herrliche Gegend zu befahren. Das Dorf “Glützkow” liegt hinter uns. Die Sonne scheint erbarmungslos. Es kommt uns vor, als möchte sie die letzten schlechten Tag wieder raus holen. Wir schwitzen.
Der Kanal ist nicht sehr breit. Ab und zu haben kleine bis mittlere Boote als Entgegenkommer. Jeder nimmt die Geschwindigkeit etwas zurück und so klappt das schon. Dicke Bremsen umkreisen uns und wollen unser edles Blut. Aber nicht mit uns -wir kriegen Sie alle.
Schleuse “Hohensaaten”:
Bodo bekommt die Aufgabe, uns beim Herrn der Schleuse mittels Knopfdruck anzumelden. Bei der Frage, von wo wir denn kommen, antwortet er: “Vom Kanal”! Dazu muss man wissen, dass wir von der anderen Seite kamen. Also öffnet der Schleuser die entgegen gesetzte Schleuse und wir - wir warten. Aber irgendwann sind auch wir dran und dann rein mit uns - schleusen - und wieder raus.

Es ist 18:10 Uhr und wir fahren bis Oderberg. Dort wird das Nachtlager bezogen und die letzte Etappe geht morgen dann von hier nach Kienitz durch die Schleuse zurück. Es ist immer noch warm! Conni kontrolliert, ob wir alle genügend trinken. Alle sind brav und befolgen Ihre Anweisungen - ja, so hat jeder seine Aufgabe.
19:00 Uhr
Einschiffen in der Marina Oderberg
Wir werden empfangen und eingewiesen. Wir machen das Boot fest und die Männer gehen los, um den Liegeplatz zu bezahlen.
In Pogon war es romantischer. Naja, wir schauen gleich nach, wie die sanitären Anlagen sind. Die Jungs kommen vom Bezahlen nicht wieder. Stattdessen ein Anruf: “Kommt mal vor, wir trinken schon Bier.” Neuer Beschluss: Wir essen erstmal Abendbrot und trinken einen Kaffee. Die Jungs haben auch noch zehn Brötchen geordert, für morgen 8:00 Uhr.
Wir haben erstmal gegessen “Steak en four” 3 mal und 1 mal Wiener Schnitzel. Anschließend gab es noch ein Käffchen. Es ist sehr warm wir dampfen förmlich, es ist so schwül. Wir spüren schon das nahende Gewitter.
Am heutigen Abend ist ein Videovortrag geplant. Wir schauen uns all das an was die Verena gefilmt hat. Es wird allgemein festgestellt, dass ich das gar nicht so schlecht gemacht habe. Es gab einige Anregungen, zum Beispiel die Rettung auf
hoher See hätte durchaus ausführlicher und dramatischer gefilmt werden können. Der ausgefallene Motor ist zu kurz gekommen. Wir hatten ja wirklich alle Hände voll zu tun um all das festzuhalten das hätte Schaden nehmen können. Ja nun weiß ich ja wie das so abläuft und kann mich beim nächsten mal besser der Videokamera widmen.
Wir haben fürs anlegen 30€ bezahlt, inklusive Brötchen, 4 mal duschen und alles andere. Unser Abendessen kam schlappe 80€.
2 Whiskey Cola und 2 Glas Sekt später beschließen wir schlafen zu gehen. Es ist 23.30 Uhr . Das Gewitter kommt unaufhaltsam näher. Es kracht , blitzt und regnet. Da kommt was großes auf uns zu. So war es dann auch, Starkregen und ein Donnerwetter gingen auf uns nieder . Das Einschlafen verzögerte sich. Aber die Luft wurde etwas angenehmer, die Luft kühlt sich etwas ab. Schlafen können wir immer noch nicht. Aber gegen 1.30 Uhr kommt doch noch das Sandmännchen.
Sonntag 30.06.23012 Tag 8
Conni war wieder als erste auf. Sie holt die bestellten Brötchen ab. Ganz langsam erwachen die anderen. Conni kocht Kaffee und deckt den Tisch. Anschließend kocht sie den Kaffee für unterwegs. Wir kommen vom duschen und setzen uns an den gedeckten Tisch. Wir alle frühstücken gern. Dann treffen wir alle Maßnahmen um abzulegen. Wir haben im übrigen die “ Trudelmaus” getroffen. Kennengelernt haben

wir uns in der Marina Pogon. Man sieht sich eben immer 2 mal im Leben. Bei einem Gespräch hat sich rausgestellt, dass Sie eine von Quilitz ist.
So nun ist es etwa 10.15 Uhr. Wir fahren los. Das Manöver klappt super und die letzte Etappe startet. Eigentlich ist unser Urlaub fast zu Ende. Noch 5 Stunden etwa und dann, naja.....
11.15 Uhr sind wir aus der Schleuse Hohensaaten rausgefahren.

Das Endziel naht mit großen Schritten. 13.00 Uhr Zollbrücke zieht an uns vorbei.
Wölfchen hat oben die Plane abgemacht, die letzten Kilometer fahren wir oben ohne. Die Sonne strahlt wieder, naja wir sind auch alle vier Sonntagskinder.
Gerade ist es 14.00 Uhr, alles läuft nach Plan. Die letzten Brötchen und Äpfel sind gegessen. Wir fahren 9 km/h die Oder hoch. Auf polnischer Seite sieht man die Adler hoch oben kreisen.
Jetzt 14.20 Uhr etwa kommen von vorn weit hinten 2 Boote gefahren, die Spring und der Bär, also Bambus und Roland. Die Boote sind voll besetzt und wir begrüßen uns ganz artig.
14.00 Uhr Großneuendorf 15.00 Uhr Kienitz
... liegt uns zu Füßen. Wir schiffen ein. Gott sei Dank ist kein Trubel am Hafen. Wolfgang schiebt die Terra B rückwärts rein, so als hätte er nie was anderes gemacht. Wir haben gesagt, wenn wir in Kienitz ankommen, wird gegrillt. Gesagt getan! Die Jungs wollen die Autos holen, die bei Bambus geparkt sind, aber Verena findet den Schlüssel nicht. Nachdem sie beide Reisetaschen Ausgepackt hat kam der Schlüssel zum Vorschein. Alles wird gut. So die Autos sind da und der Grill brennt. Tisch und Stühle sind aufgestellt und los geht’s.
Wölfchen will uns auf die Schnelle noch zeigen wie man in Kienitz angelt. Naja den 1. und einzigen “Fisch” hat Bodo an der Leine.
Die Damen grillen und die Herren quatschen. Jetzt kommen Roland und Bambus in die Marina. Aber wir essen jetzt erstmal. Roland wird schnell eingeladen, der Ärmste hat heut noch nicht einmal zu Mittag gegessen.. Beim Essen wird kurz eine Abhandlung der Reise vorgebracht. Roland hört gespannt zu. Gegen 17.40 Uhr wird das Happening beendet. Wir packen ein. Und jetzt wird’s traurig. Wir müssen uns trennen.

Eins ist so geblieben wie es war. Wir sind immer noch “ Beste Freunde”. Restgeld 140€ geteilt durch 2 macht 70 € Rückzahlung für jede Familie Es grüßen Die Weltenbummler